Der Ausgangspunkt

Strategieberatung für inhabergeführte Unternehmen in Magdeburg und Berlin

Die meisten Betriebe, die hier anrufen, haben kein Strategieproblem im Lehrbuchsinn. Sie haben einen Umsatz, der seit drei Jahren steht, eine Fertigung, die an einer Person hängt, oder einen Markt, der sich schneller dreht als das eigene Angebot. Der erste Schritt ist deshalb nie ein Konzept, sondern ein ehrliches Bild der Lage.

Anlässe

Womit Betriebe hier ankommen

Diese Sätze fallen am Telefon. Was daraus wird, ist fast nie nur das Feld, mit dem der Anruf begann – aber der Einstieg ist immer ein konkreter Anlass.

  • „Der Umsatz stimmt, aber unten bleibt nichts hängen."

    Ein Deckungsbeitragsproblem, kein Vertriebsproblem. Wir sehen uns an, welche Aufträge tatsächlich tragen und welche nur beschäftigen.

  • „So wie bisher geht es nicht weiter."

    Der häufigste Anlass für eine Neuausrichtung – und der schwierigste, weil selten klar ist, was genau nicht weitergeht.

  • „Ohne mich läuft hier nichts."

    Eine Struktur, die am Inhaber hängt, ist nicht übergabefähig, schwer verkäuflich und im Krankheitsfall ein Risiko für alle.

  • „Unser größter Kunde macht die Hälfte des Umsatzes."

    Klumpenrisiko. Das löst sich nicht in einem Quartal auf, aber es lässt sich planen – bevor der Anruf kommt.

  • „Wir finden keine Leute mehr."

    Fast nie ein reines Personalthema. Meist steckt die Frage dahinter, wofür der Betrieb im Markt eigentlich steht.

  • „Die Bank fragt nach einem Konzept."

    Dann braucht es eines, das trägt – und nicht eine Präsentation, die für die Bank gebaut wurde und danach in der Schublade liegt.

  • „Die Bank hat die Linie gekürzt."

    Ab hier zählt Reihenfolge: erst wissen, wie lange das Geld reicht, dann verhandeln. Nicht umgekehrt.

  • „Nächsten Monat wird es knapp."

    Der Anruf, der zu selten kommt und immer zu spät. Drei Monate Vorlauf sind eine Verhandlung, drei Wochen sind eine Notlage.

Standortbestimmung: erst sehen, dann entscheiden

Am Anfang steht kein Workshop, sondern Arbeit an den Unterlagen. Die letzten drei Jahresabschlüsse, die aktuelle BWA, die Auftragsstruktur, die Kostenstellen – und daneben das, was in keiner Auswertung steht: Wer entscheidet, wenn Sie zwei Wochen weg sind? Welche Kunden bleiben, wenn morgen ein Wettbewerber zehn Prozent günstiger anbietet? Was denkt die zweite Führungsebene über die Richtung, in die es geht?

Daraus entsteht ein Bild, das der Inhaber in Teilen meist schon kannte – aber selten vollständig und selten nebeneinandergelegt. Genau in dieser Zusammenschau liegt der Wert: Ein Liquiditätsengpass, ein Klumpenrisiko im Kundenstamm und eine ungeklärte Nachfolge sind einzeln drei Aufgaben. Zusammen sind sie eine.

Positionierung: womit wird morgen Geld verdient?

Viele mittelständische Betriebe verdienen ihr Geld heute noch mit dem, was vor zwanzig Jahren richtig war. Das ist kein Vorwurf – es ist die logische Folge davon, dass das Tagesgeschäft funktioniert. Die Frage ist nur, ob es das in fünf Jahren noch tut, und was passiert, wenn nicht.

Positionierung heißt hier nicht Marketing. Sie heißt: Welche Leistung kann dieser Betrieb besser als andere, wer bezahlt dafür einen Preis, der die Struktur trägt – und welche Teile des heutigen Geschäfts binden Kapazität, ohne diesen Beitrag zu leisten? Die unangenehme Seite dieser Arbeit ist meistens die Streichliste, nicht die Ideenliste.

Strukturen, die auch ohne den Chef funktionieren

In inhabergeführten Unternehmen laufen erstaunlich viele Fäden über einen Schreibtisch: Einkauf, Preisfreigaben, die schwierigen Kunden, die Personalgespräche. Das ist schnell und war lange effizient. Zum Problem wird es, sobald der Betrieb wächst, übergeben werden soll oder der Inhaber ausfällt.

Wir arbeiten daran, Verantwortung übertragbar zu machen: Zuständigkeiten, die schriftlich festliegen, Kennzahlen, an denen die zweite Ebene ihre eigene Arbeit messen kann, und Entscheidungen, die nicht mehr täglich hochlaufen müssen. Das ist unbequem, weil es Kontrolle abgibt. Es ist der einzige Weg zu einem Unternehmen, das mehr wert ist als die Arbeitskraft seines Inhabers.

Krisenmanagement: wenn es schon eng ist

Nicht jede Anfrage kommt aus einer ruhigen Lage. Wenn die Bank die Linie kürzt, Lieferanten auf Vorkasse umstellen oder ein Großkunde ausfällt, bekommt die Reihenfolge eine andere Bedeutung: erst Liquidität sichern, dann verhandeln, dann umbauen. Wer diese drei Schritte vertauscht, verhandelt über Zahlen, die er nicht kennt – und gibt Spielraum her, den er noch hatte.

Der erste Schritt ist deshalb immer dasselbe Papier: eine tagesgenaue Vorschau über die nächsten dreizehn Wochen. Wann wird es eng, wie eng, und welche Zahlungen lassen sich verschieben, ohne den Betrieb anzuhalten? Erst mit dieser Übersicht lässt sich mit Bank, Lieferanten und Finanzamt sprechen, weil erst dann feststeht, was man zusagen kann.

In dieser Phase zählt außerdem, dass jemand mit den Gläubigern redet, der die Zahlen kennt und nicht selbst emotional beteiligt ist. Wo es rechtlich oder steuerlich heikel wird – Sanierungsgutachten, Haftung der Geschäftsführung, drohende Zahlungsunfähigkeit –, kommen Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht aus einem eingespielten Netzwerk dazu. Die betriebswirtschaftliche Seite und die Koordination bleiben bei mir – auch dann, wenn ein Verfahren im Raum steht.

  • Liquiditätsvorschau über dreizehn Wochen, tagesgenau
  • Rangfolge der Zahlungen, ohne den Betrieb anzuhalten
  • Gespräche mit Bank, Lieferanten und Finanzamt – vorbereitet und begleitet
  • Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht, sobald Haftungsfragen berührt sind

Vor Ort

Strategie in Magdeburg und Berlin

Standortbestimmung heißt für mich Termin im Betrieb, nicht Videokonferenz. In Magdeburg, im Umland und in ganz Sachsen-Anhalt bin ich in der Regel innerhalb einer Stunde bei Ihnen, von Berlin aus ebenso im Brandenburger Umland. Wer die Fertigung nicht gesehen und die Mannschaft nicht erlebt hat, kann über die Ausrichtung eines Familienunternehmens wenig Belastbares sagen.

Einzugsgebiet: Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg

+49 177 2392425
  • Büro Berlin

    Edisonstraße 63
    12459 Berlin

    Sitz der Gesellschaft

    Von Berlin-Schöneweide aus betreue ich Familienunternehmen in Berlin und im Brandenburger Umland – vom Handwerksbetrieb in Treptow-Köpenick bis zum Zulieferer im Speckgürtel.

  • Büro Magdeburg

    Bethanienstraße 1
    39114 Magdeburg-Cracau

    Nichtselbstständige Außenstelle

    Von Magdeburg-Cracau aus bin ich in ganz Sachsen-Anhalt unterwegs: Börde, Harz, Altmark und die Region Halle. Termine vor Ort im Betrieb sind hier die Regel, nicht die Ausnahme.

Häufige Fragen

Was zu Strategie am häufigsten gefragt wird

Die Antworten stehen bewusst vollständig da – auch die zu Kosten und Ablauf.

Woran erkenne ich, dass mein Unternehmen eine Neuausrichtung braucht?

An drei Anzeichen: Der Umsatz hält sich, aber die Marge sinkt seit Jahren; neue Kunden kommen fast nur noch über den Preis; und Entscheidungen laufen weiterhin ausnahmslos über den Inhaber. Jedes für sich ist erklärbar. Zusammen sind sie ein Muster, das sich ohne Eingriff selten von allein dreht.

Was ist eine Standortbestimmung und was bekomme ich am Ende?

Eine Standortbestimmung ist die schriftliche Bestandsaufnahme über alle Ebenen: Zahlen, Auftrags- und Kundenstruktur, Prozesse, Führung und Eigentümerseite. Am Ende steht ein Dokument, das die Lage beschreibt und eine Rangfolge vorschlägt: was zuerst, was später, was gar nicht. Es ist so aufgebaut, dass es auch einer Bank vorgelegt werden kann.

Mein Betrieb hängt komplett an mir. Ist das ein Problem?

Ja – spätestens dann, wenn Sie verkaufen, übergeben oder ausfallen. Ein Unternehmen, in dem alle Entscheidungen über einen Schreibtisch laufen, ist für Käufer und Nachfolger schwer zu bewerten und schwer zu finanzieren. Der Umbau dauert Jahre, weil er nicht aus einem Organigramm besteht, sondern aus übertragener Verantwortung.

Die Bank hat die Kreditlinie gekürzt. Was ist jetzt zuerst zu tun?

Liquidität sichern, bevor verhandelt wird – in dieser Reihenfolge. Zuerst braucht es eine Übersicht, wie lange der Betrieb mit den vorhandenen Mitteln durchhält, tagesgenau über die nächsten dreizehn Wochen. Erst mit dieser Zahl lässt sich mit Bank, Lieferanten und Finanzamt sprechen, denn erst dann ist klar, was zugesagt werden kann. Wer ohne diese Übersicht in Verhandlungen geht, verliert Spielraum, den er noch hatte.

Übernehmen Sie auch Mandate in einer akuten Krise?

Ja, Krisenmanagement gehört zu meinen Schwerpunkten – einschließlich eines eingespielten Netzwerks im Insolvenzbereich. In dieser Lage zählt vor allem, dass jemand mit den Gläubigern spricht, der die Zahlen kennt und nicht selbst emotional beteiligt ist. Wo es rechtlich heikel wird – Sanierungsgutachten, Haftung der Geschäftsführung, drohende Zahlungsunfähigkeit –, kommen Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht dazu. Die betriebswirtschaftliche Seite und die Koordination bleiben bei mir.

Was passiert im ersten Gespräch?

Sie schildern Ihre Situation, ich stelle Fragen und sage Ihnen anschließend ehrlich, ob ich der Richtige bin. Das erste Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen – Umfang, Ablauf und Konditionen einer möglichen Zusammenarbeit werden erst danach schriftlich festgehalten. Wenn ein anderer besser passt, sage ich das und nenne, wer.

Was kostet eine Unternehmensberatung bei Ihnen?

Das hängt vom Umfang ab und wird vor Beginn schriftlich vereinbart – ohne Überraschungen auf der Rechnung. Eine Standortbestimmung ist ein überschaubares, klar begrenztes Paket; eine mehrjährige Begleitung durch eine Nachfolge ist etwas anderes. Wichtig für die Kalkulation: Beratungsleistungen sind förderfähig. Ein Teil des Honorars lässt sich über Programme von Bund, Ländern und EU abdecken – das klären wir, bevor wir anfangen.

Wird die Beratung selbst gefördert?

Ja, Beratungsleistungen sind förderfähig. Es gibt Programme auf allen drei Ebenen – vom Bund, von den Ländern und aus EU-Mitteln –, die die Beratung mittelständischer Unternehmen mit einem Zuschuss auf das Honorar unterstützen. Die Höhe hängt von Programm, Betriebsgröße und Anlass ab, und die Landesprogramme unterscheiden sich: In Sachsen-Anhalt gilt anderes als in Berlin. Welches Programm in Ihrem Fall passt, prüfen wir deshalb vor Beginn – wie bei jeder Förderung muss der Antrag vor dem Start gestellt sein.

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Hängt zusammen

Die anderen drei Felder

Eine Entscheidung in einem Feld verändert die anderen zwangsläufig. Deshalb liegt am Ende immer ein Gesamtbild auf dem Tisch, egal womit begonnen wurde.

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