Häufige Fragen

Antworten, bevor Sie zum Hörer greifen

Was Unternehmerinnen und Unternehmer im Erstgespräch am häufigsten fragen – zu Kosten, Ablauf, Fördermitteln, Nachfolge und dem Gebiet, in dem ich unterwegs bin. Wenn Ihre Frage fehlt: Anrufen ist der schnellste Weg.

Beratung, Zielgruppe und Region

Für wen ich arbeite, wo ich arbeite und wovon sich das unterscheidet.

Für welche Unternehmen arbeiten Sie?

Für inhabergeführte Unternehmen und Familienunternehmen im Mittelstand, branchenunabhängig – vom Handwerksbetrieb mit fünfzehn Mitarbeitenden bis zum Industriezulieferer mit dreistelliger Belegschaft. Gemeinsam ist ihnen, dass Entscheidungen dort von Menschen getroffen werden, die dafür persönlich geradestehen, und dass Unternehmen und Familie nicht zu trennen sind.

In welchem Umkreis beraten Sie?

Schwerpunkt sind Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg, mit Büros in Magdeburg und Berlin. Von Magdeburg aus bin ich in Börde, Harz, Altmark und der Region Halle unterwegs, von Berlin aus im gesamten Stadtgebiet und im Brandenburger Umland. Termine außerhalb dieser Region sind nach Absprache möglich, Vorgespräche gehen auch per Telefon oder Video.

Gibt es einen Unternehmensberater in Magdeburg, der auch in Berlin arbeitet?

Ja – die FIDES Consult GmbH unterhält beide Standorte: Magdeburg-Cracau und Berlin-Schöneweide. Für Unternehmen mit Betriebsstätten in beiden Regionen ist das der praktische Vorteil: ein Ansprechpartner, der die Förderlandschaft und die Bankenszene in Sachsen-Anhalt genauso kennt wie die in Berlin und Brandenburg.

Auf welche Branchen sind Sie spezialisiert?

Auf keine – und das ist eine bewusste Entscheidung. Die Muster, an denen mittelständische Vorhaben scheitern, sind über Branchen hinweg dieselben: ein Klumpenrisiko im Kundenstamm, eine Struktur, die am Inhaber hängt, eine Finanzierung, die falsch dargestellt ist, eine Nachfolge, die zu spät angefasst wird. Was sich zwischen Metallbau, Handel und Dienstleistung unterscheidet, ist das Fachwissen in der Umsetzung – und das kommt aus dem Netzwerk, nicht von mir.

Worin unterscheidet sich Ihre Beratung von der eines Steuerberaters?

Der Steuerberater arbeitet an der Vergangenheit, ich an der Richtung. Jahresabschluss, Buchhaltung und steuerliche Gestaltung bleiben Sache Ihres Steuerberaters – meine Aufgabe ist die Frage, wo der Betrieb in fünf Jahren stehen soll und was dafür in welcher Reihenfolge passieren muss. In der Praxis arbeiten wir zusammen: Ohne die Zahlen aus der Kanzlei ist keine Standortbestimmung möglich.

Sind Sie an bestimmte Anbieter oder Banken gebunden?

Nein. Ich bin niemandem außer dem Mandanten verpflichtet. Ob Finanzierung oder Absicherung: Geprüft wird der Markt, nicht das Angebot eines Hauspartners – die Spezialisten dafür sitzen in meinem Netzwerk.

Warum reden Sie so viel über Menschen statt über Zahlen?

Weil die meisten Vorhaben nicht an der Rechenaufgabe scheitern, sondern an den Beteiligten: am Seniorchef, der nicht loslassen kann, am Führungsteam, das nicht mitzieht, an einer Familie mit unterschiedlichen Vorstellungen. Ein Konzept, das diese Seite ignoriert, liegt am Ende in der Schublade.

Ablauf, Kosten und Zusammenarbeit

Was passiert, wenn Sie anrufen – und was es kostet.

Was passiert im ersten Gespräch?

Sie schildern Ihre Situation, ich stelle Fragen und sage Ihnen anschließend ehrlich, ob ich der Richtige bin. Das erste Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen – Umfang, Ablauf und Konditionen einer möglichen Zusammenarbeit werden erst danach schriftlich festgehalten. Wenn ein anderer besser passt, sage ich das und nenne, wer.

Was kostet eine Unternehmensberatung bei Ihnen?

Das hängt vom Umfang ab und wird vor Beginn schriftlich vereinbart – ohne Überraschungen auf der Rechnung. Eine Standortbestimmung ist ein überschaubares, klar begrenztes Paket; eine mehrjährige Begleitung durch eine Nachfolge ist etwas anderes. Wichtig für die Kalkulation: Beratungsleistungen sind förderfähig. Ein Teil des Honorars lässt sich über Programme von Bund, Ländern und EU abdecken – das klären wir, bevor wir anfangen.

Wird die Beratung selbst gefördert?

Ja, Beratungsleistungen sind förderfähig. Es gibt Programme auf allen drei Ebenen – vom Bund, von den Ländern und aus EU-Mitteln –, die die Beratung mittelständischer Unternehmen mit einem Zuschuss auf das Honorar unterstützen. Die Höhe hängt von Programm, Betriebsgröße und Anlass ab, und die Landesprogramme unterscheiden sich: In Sachsen-Anhalt gilt anderes als in Berlin. Welches Programm in Ihrem Fall passt, prüfen wir deshalb vor Beginn – wie bei jeder Förderung muss der Antrag vor dem Start gestellt sein.

Wie lange dauert ein Mandat?

Von wenigen Wochen bis über mehrere Jahre – je nachdem, worum es geht. Eine Standortbestimmung mit Handlungsempfehlung ist eine Sache von Wochen. Eine Finanzierung braucht so lange, wie Bank und Förderinstitut brauchen. Eine Nachfolge wird über Jahre begleitet, weil sie sich nicht beschleunigen lässt.

Muss ich für jedes Thema einen eigenen Berater suchen?

Nein, das ist genau der Punkt. Steuerberatung, Recht, Bank, Versicherung und IT arbeiten sonst nebeneinander her. Ich koordiniere die Beteiligten aus meinem Netzwerk aus neun Disziplinen, halte die Fäden zusammen und bleibe Ihr Ansprechpartner – auch dann, wenn ein anderer die Arbeit macht.

Wie vertraulich ist das Gespräch?

Vollständig. Alles, was in einem Erstgespräch besprochen wird, bleibt zwischen uns – auch dann, wenn daraus keine Zusammenarbeit entsteht. Sobald Partner aus dem Netzwerk hinzugezogen werden, geschieht das nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung und nur mit den Informationen, die sie für ihre Aufgabe brauchen.

Kommen Sie in den Betrieb oder findet das online statt?

In den Betrieb. Ein erstes Sortieren geht am Telefon oder per Video, aber jede ernsthafte Standortbestimmung braucht einen Termin vor Ort – in der Fertigung, im Lager, im Büro. Von Magdeburg und Berlin aus ist das im Umkreis beider Standorte ohne großen Aufwand möglich.

Strategie und Neuausrichtung

Fragen rund um Standortbestimmung, Positionierung und Restrukturierung.

Woran erkenne ich, dass mein Unternehmen eine Neuausrichtung braucht?

An drei Anzeichen: Der Umsatz hält sich, aber die Marge sinkt seit Jahren; neue Kunden kommen fast nur noch über den Preis; und Entscheidungen laufen weiterhin ausnahmslos über den Inhaber. Jedes für sich ist erklärbar. Zusammen sind sie ein Muster, das sich ohne Eingriff selten von allein dreht.

Was ist eine Standortbestimmung und was bekomme ich am Ende?

Eine Standortbestimmung ist die schriftliche Bestandsaufnahme über alle Ebenen: Zahlen, Auftrags- und Kundenstruktur, Prozesse, Führung und Eigentümerseite. Am Ende steht ein Dokument, das die Lage beschreibt und eine Rangfolge vorschlägt: was zuerst, was später, was gar nicht. Es ist so aufgebaut, dass es auch einer Bank vorgelegt werden kann.

Mein Betrieb hängt komplett an mir. Ist das ein Problem?

Ja – spätestens dann, wenn Sie verkaufen, übergeben oder ausfallen. Ein Unternehmen, in dem alle Entscheidungen über einen Schreibtisch laufen, ist für Käufer und Nachfolger schwer zu bewerten und schwer zu finanzieren. Der Umbau dauert Jahre, weil er nicht aus einem Organigramm besteht, sondern aus übertragener Verantwortung.

Die Bank hat die Kreditlinie gekürzt. Was ist jetzt zuerst zu tun?

Liquidität sichern, bevor verhandelt wird – in dieser Reihenfolge. Zuerst braucht es eine Übersicht, wie lange der Betrieb mit den vorhandenen Mitteln durchhält, tagesgenau über die nächsten dreizehn Wochen. Erst mit dieser Zahl lässt sich mit Bank, Lieferanten und Finanzamt sprechen, denn erst dann ist klar, was zugesagt werden kann. Wer ohne diese Übersicht in Verhandlungen geht, verliert Spielraum, den er noch hatte.

Übernehmen Sie auch Mandate in einer akuten Krise?

Ja, Krisenmanagement gehört zu meinen Schwerpunkten – einschließlich eines eingespielten Netzwerks im Insolvenzbereich. In dieser Lage zählt vor allem, dass jemand mit den Gläubigern spricht, der die Zahlen kennt und nicht selbst emotional beteiligt ist. Wo es rechtlich heikel wird – Sanierungsgutachten, Haftung der Geschäftsführung, drohende Zahlungsunfähigkeit –, kommen Fachanwälte für Insolvenz- und Sanierungsrecht dazu. Die betriebswirtschaftliche Seite und die Koordination bleiben bei mir.

Finanzierung und Fördermittel

Fragen zu Bankgesprächen, Investitionen und Förderprogrammen.

Wann muss ich Fördermittel beantragen?

Vor Beginn des Vorhabens – und Beginn heißt in den meisten Richtlinien der Abschluss des Liefer- oder Leistungsvertrages, nicht Lieferung und nicht Bezahlung. Wer die Maschine bestellt und danach fragt, ob es dafür Fördermittel gibt, hat den Anspruch in aller Regel verloren. Deshalb gehört die Förderfrage an den Anfang jedes Investitionsgesprächs.

Welche Fördermittel gibt es für Unternehmen in Sachsen-Anhalt und Berlin?

In Sachsen-Anhalt laufen die meisten Programme über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt und die Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt, in Berlin über die Investitionsbank Berlin und die Bürgschaftsbank Berlin-Brandenburg, bundesweit über die KfW; dazu kommen Mittel aus EU-Programmen. In Betracht kommen Zuschüsse, zinsverbilligte Darlehen, Bürgschaften und Beratungsförderung. Welches Programm passt, hängt vom Vorhaben, von der Betriebsgröße und vom Standort ab – und die Konditionen ändern sich regelmäßig.

Die Bank hat meine Finanzierung abgelehnt. Was jetzt?

Zuerst herausfinden, woran es tatsächlich lag – das ist selten die Bonität und häufig die Darstellung. Fehlende Planungsrechnung, eine Kapitaldienstfähigkeit, die nicht hergeleitet ist, oder ein Vorhaben, das der Entscheider im Hintergrund nicht versteht: Das sind die üblichen Gründe. Danach entscheidet sich, ob dieselbe Bank mit besseren Unterlagen erneut angesprochen wird oder ob ein Förderinstitut, eine Bürgschaft oder ein anderes Haus der richtige Weg ist.

Begleiten Sie mich zum Bankgespräch?

Ja. Ich bereite die Unterlagen vor und gehe mit – nicht, um für Sie zu reden, sondern damit Rückfragen sofort beantwortet sind statt in zwei Wochen per Mail. Das verkürzt Entscheidungswege erheblich.

Welche Unterlagen braucht die Bank für eine Investitionsfinanzierung?

In der Regel: die letzten beiden bis drei Jahresabschlüsse, die aktuelle BWA mit Summen- und Saldenliste, eine Planungsrechnung über die Laufzeit, eine Herleitung der Kapitaldienstfähigkeit, eine Sicherheitenübersicht und eine Beschreibung des Vorhabens samt Angeboten. Vollständigkeit vor dem ersten Termin ist der Unterschied zwischen einer Entscheidung in drei Wochen und einer in drei Monaten.

Nachfolge und Vermögen

Fragen zur Übergabe des Betriebs und zur privaten Seite.

Wann sollte ich mit der Nachfolgeplanung anfangen?

Fünf bis zehn Jahre vor dem geplanten Ausstieg. Wer zwei Jahre Zeit hat, kann noch aufräumen; wer zehn Jahre hat, kann den Betrieb übergabefähig machen – und das wirkt sich unmittelbar auf den Preis aus und darauf, ob ein Nachfolger die Übernahme überhaupt finanziert bekommt.

Es gibt keinen Nachfolger in der Familie. Welche Wege bleiben?

Drei: der Verkauf an einen strategischen Käufer oder Wettbewerber, die Übernahme durch die eigene Führungsmannschaft, oder ein schrittweiser Ausstieg über eine Beteiligung. Welcher Weg passt, hängt weniger am Preis als an der Frage, was mit Betrieb und Mannschaft geschehen soll – für die meisten Inhaber ist das am Ende das entscheidende Kriterium.

Nur eines meiner Kinder will den Betrieb übernehmen. Wie regelt man das fair?

Indem Führung und Eigentum getrennt betrachtet werden. In der Familie zählt Gleichbehandlung, im Unternehmen zählt Eignung – ein Betrieb, der in gleiche Teile geschnitten wird, hört auf zu funktionieren. Der Ausgleich für die Geschwister kommt deshalb üblicherweise aus dem Privatvermögen, über Immobilien oder über eine Rente aus dem Betrieb. Diese Frage gehört geklärt, bevor der Notar Termine vergibt.

Was gehört in eine unternehmerische Notfallakte?

Vollmachten, Zugänge und Ansprechpartner an einem Ort: Wer ist im Ernstfall vertretungsberechtigt, wer kommt an Konten und Systeme, wer spricht mit Bank, Kunden und Belegschaft, und wo liegen Gesellschaftsvertrag, Vorsorgevollmacht und Testament. Der Aufwand liegt bei einem Nachmittag – es ist der Teil der Nachfolgeplanung, der schon morgen gebraucht werden kann.

Absicherung und Risiko

Fragen dazu, welche Risiken ein Betrieb abgeben sollte.

Warum steht die Versicherung bei Ihnen erst am Schluss?

Weil sich vorher nicht sagen lässt, was abzusichern ist. Wer mit der Police anfängt, sichert den Betrieb von gestern ab. Steht dagegen das Konzept – Richtung, Investition, Übergabe –, ist präzise beantwortbar, welche Risiken das Vorhaben aus der Bahn werfen würden und welche der Betrieb besser abgibt.

Welche Versicherungen braucht ein mittelständischer Betrieb wirklich?

Die, die einen Stillstand verhindern: Betriebshaftpflicht in passender Deckungssumme, Betriebsunterbrechung mit realistischer Haftzeit, Sach- und Elektronikdeckung für die Anlagen, an denen die Fertigung hängt, und eine Absicherung des Kapitaldienstes für den Fall, dass der Inhaber ausfällt. Alles Weitere ergibt sich aus der Risikoanalyse – und nach einer solchen Durchsicht fallen meist mehr Verträge weg, als hinzukommen.

Ihre Frage steht nicht dabei?

Dann rufen Sie an. Zwei Minuten am Telefon ersetzen jede Liste – und wenn ich der Falsche bin, sage ich das und nenne Ihnen, wer besser passt.

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